Bundesregierung unglaubwürdig beim Klimaschutz

Bundeshaushalt 2020 – wieder ohne Gebäudesanierung?

Bei seiner Sitzung am 20.03.2019 hat das Bundeskabinett über die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgelegten Eckwerte für den Bundeshaushalt 2020 beraten. Die Steuerförderung der energetischen Gebäudesanierung, als ein zentrales klimapolitisches Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, sei dabei wieder einmal nicht vorgesehen gewesen, moniert die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Auch die Vorbildrolle des Bundes bei der Sanierung seiner Liegenschaften werde weiter auf die lange Bank geschoben. weiterlesen…

Energie in Zahlen

AG Energiebilanzen veröffentlicht neue Broschüre/Energiestatistik transparent

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) hat ihre Arbeit und Leistungen in einer neuen Broschüre zusammengefasst. Unter dem Titel „Energie in Zahlen“ werden Ziele und Aufgaben der AG Energiebilanzen sowie Grundlagen der deutschen Energiestatistik vorgestellt und erläutert. Am 19.03.2019 hat die AGEB die neuen Zahlen veröffentlicht. weiterlesen…

Intensive Kooperation ist das Gebot der Stunde

Nur gemeinsam können Frankreich und Deutschland ihre jeweiligen Energiewenden zum Erfolg führen

Die Stromsysteme von Frankreich und Deutschland sind eng miteinander verzahnt. Energiewirtschaftliche Entscheidungen in einem Land haben daher erhebliche Konsequenzen im anderen Land. Frankreich und Deutschland sollten daher ihre künftige Energiepolitik gemeinsam gestalten, damit die Stromversorgung auf beiden Seiten des Rheins zuverlässig, nachhaltig und möglichst günstig bleibt. Bis 2030 bedeutet das gleichermaßen einen starken Ausbau von Windkraft und Photovoltaik sowie eine deutliche Reduktion der Stromerzeugung durch konventionelle Kraftwerke –Kohle in Deutschland, Kernenergie in Frankreich. So lauten die wichtigsten Erkenntnisse einer gemeinsamen Studie von Agora Energiewende aus Berlin und des Institutes for Sustainable Development and International Relations (IDDRI) aus Paris.
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“Permanenter Druck wird notwendig sein”

Christian Breyer im Solarify-Selbst-Gespräch

“Ein zeitgeschichtliches Dokument von politischem Versagen” nennt Skandinaviens erster “Solar-Professor” Christian Breyer von der Lappeenranta Universität (LUT) Finnland (ein” Q-Cells-Gewächs” aus dem Reiner-Lemoine-Institut) die Zerstörung vieler Hoffnungen, vor allem in Ostdeutschland, durch “dilettantische Industriepolitik unterstützt von sinistren Gewerkschaften”. Die Versuchung sei einfach groß, “in de facto halben Legislaturperioden zu denken”. Dennoch bleibt er Optimist: Der Druck müsse anhalten, das ist wichtig für ihn. Dann bleibe die Wirkung der Klimawandelleugner eher gering. #Fridays4Future (siehe solarify.eu/fridays4future-junge-generation-fordert-politik-fuer-ihre-zukunft) könne “elementarer Teil der Sozialisation einer ganzen Generation werden”. Breyer war einer der ersten Unterzeichner des Unterstützungsaufrufs von Scientists4Future – inzwischen sind es mehr als 23.000 – für die klimastreikenden Schüler (300.000 am 15.03.in Deutschland). weiterlesen…

Power-to-Gas kommt in die Gänge

Power-to-Gas-Anlagen in ersten kommerziellen Anwendungen

Eine Auswertung der Power-to-Gas (PtG)-Datenbank der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) zeigt, dass die PtG-Technologie zunehmend ausgereift ist und immer mehr kommerzielle Anwendungen findet. Deutschlandweit sind über 50 PtG-Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von über 55 MW in Betrieb oder in Planung. Weitere größere Projekte im dreistelligen MW-Bereich wurden bereits angekündigt.

Bereits heute kommt über ein Drittel des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen und mehr als die Hälfte davon aus den fluktuierend einspeisenden Quellen Wind und Photovoltaik. Dieser Anteil werde weiter zunehmen, was zu einer steigenden Nachfrage nach Flexibilität im Stromversorgungssystem bzw. einem verstärkten Einsatz von Stromspeichern führe, heißt es in der Pressemitteilung des TÜV Süd vom 19.03.2019. weiterlesen…

Online-Portal für klimafreundliches Kühlen jetzt gestartet

Unterstützung für Planer und Betreiber von Kälteanlagen

Viele fluorierte Kältemittel sind sehr klimaschädlich und tragen zum Treibhauseffekt bei. Doch es gibt Alternativen durch sogenannte natürliche Kältemittel, die genauso gut kühlen und das Klima dabei schützen. Ob Metzgerei, Restaurant oder Supermarkt, Hotelier oder Facility Management – wer Klima- und Kälteanlagen oder Wärmepumpen betreibt oder plant, kann sich nun auf dem Online-Portal www.kaeltemittel-info.de über Anwendungen, Fördermittel und rechtliche Fragen informieren. Neben dem Plus fürs Klima sprechen auch die Kosten für den Umstieg auf klimafreundliche Kältemittel: Die EU-F-Gas-Verordnung verknappt klimaschädliche Kältemittel, sie werden dadurch schon jetzt deutlich teurer oder in Zukunft gar nicht mehr verfügbar sein, worauf das Umweltbundesamt am 13.03.2019 hinwies. weiterlesen…

Regierung mault über zu viele Fragen

“Überkontrolle” bei Elektromobilitätsgesetz und Straßenverkehrsnovelle beklagt

Die Bundesregierung reagiert zunehmend genervt auf Fragen der Opposition. So hat sie nach eigenen Angaben die kommunalen Verbände in die Erarbeitung des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) und des Evaluierungsberichts eingebunden, geht aus ihrer im parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zusammengefassten, leicht patzigen Antwort (19/8195) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/7889) hervor. Auf eine Frage der Linken, welche Verbände zum Entwurf der Bundesregierung für ein Neuntes Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (19/6334) angehört worden seien, und welche eingegangenen Stellungnahmen in den Gesetzentwurf eingeflossen seien, verschärfte die Regierung (das BMVI) den Ton merklich: “Die Grenze zur administrativen Überkontrolle ist angesichts des Umfangs der Überprüfung der aktuellen Gesetzgebungstätigkeit und der Detailtiefe von einzelnen Fragen aus Sicht der Bundesregierung erreicht”. weiterlesen…

Chancen der künstlichen Photosynthese

Regierung: “Potenzieller Faktor einer erfolgreichen Energie- und Rohstoffwende”

Die Bundesregierung sieht in ihrer Antwort (19/7885) auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/7112) die “weitere Erforschung der künstlichen Photosynthese als potenziellen Faktor einer erfolgreichen Energie- und Rohstoffwende” – so zitierte der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 18.02.2019 aus der Antwort. Zwar befinde sich “die technologische Reife von künstlichen Photosynthese-Systemen derzeit meist auf der Stufe des Nachweises der prinzipiellen Funktionstüchtigkeit (‘proof of concept’) sowie geeigneter Versuchsaufbauten im Labor”. Aufgrund solcher wissenschaftlich-technischer Herausforderungen sei daher eine wirtschaftliche Anwendung gegenwärtig noch nicht in Sicht. “Gleichwohl könnte die künstliche Photosynthese das Potential haben, neue Wege der nachhaltigen Energie- und Rohstoffversorgung zu ebnen”. weiterlesen…

Großes Interesse an Förderbekanntmachung für Batterieproduktion

Altmaier: “Voller Erfolg”

Der Förderaufruf des Bundeswirtschaftsministeriums an die Adresse von Unternehmen und Konsortien zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Batteriezellproduktion ist einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge auf hohes Interesse gestoßen. Das BMWi stellt für die Förderung eine Milliarde Euro zur Verfügung. weiterlesen…

Was wurde aus dem Glühlampen-Verbot?

Vor 10 Jahren in der EU abgeschafft – eine Erfolgsgeschichte

Die Grünen im Europäischen Parlament erinnern daran, dass vor 10 Jahren, am 18.03.2009, das Ende der konventionellen Glühlampe (=”birne”) in Europa beschlossen wurde. Wenige Monate später am 01.09.2009 trat die beschlossene Verordnung dann vollends in Kraft und Glühlampen wurden nach und nach durch Energiesparlampen und LEDs ersetzt. Fast 130 Jahre lang war die Glühfadenlampe damit ein Symbol unserer Industriekultur und der Unmut der Nostalgiker war damals groß. Mit dem Inkrafttreten der Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG am 01.09.2009 wurden allerdings besondere Anforderungen an die Energieeffizienz von vielen Produkten, nicht nur der Glühlampe, gestellt. Das gemeinsame Ziel: Den Verbrauch natürlicher Ressourcen auf das notwendige Maß zu reduzieren und die Umweltverträglichkeit zu verbessern. weiterlesen…