discount christian louboutin

SOLARIFY

Energie für die Zukunft

SOLARIFY – das unabhängige Infoportal von Agentur Zukunft und Max-Planck-Gesellschaft für Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.



„Deutlich unter 2 Grad“


Experten aus Politik und Wissenschaft informierten in Berlin über 22. Weltklimakonferenz in Marrakesch

Was nach dem „historischen Erfolg“ der globalen Klimaverhandlungen von Paris bei COP22 logoder diesjährigen UN-Klimakonferenz (COP22) in Marrakesch passieren muss, diskutierten Experten am 27.09.2016 im Auswärtigen Amt bei der Veranstaltung „Deutlich unter 2 Grad – Konkrete Umsetzung nach Paris“.


Grüner Antrag – Linke-Anfrage

Grüne Bundestagsfraktion logoDie Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert den sofortigen Exportstopp für Brennelemente-Lieferungen an die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange. Grundsätzlich sollen keine, die deutsche Sicherheit gefährdenden Ausfuhrgenehmigungen mehr erteilt werden. logo_bundesregierungDie Bundesregierung sieht derweil auf Anfrage der Linken Die Linke BT-Fraktion logo„keine rechtlich belastbare Grundlage“, die Ausfuhrerlaubnis von Kernbrennstoffen aufgrund von Sicherheitsbedenken zu verweigern – sofern der Betrieb ausländischer Atomkraftwerke von den zuständigen Behörden genehmigt worden sei.


Aktuelle Statistiken zur Entwicklung

entwicklung-der-ee-im-1-halbjahr-2016-quelle-umweltbundesamtjpg Das Umweltbundesamt hat aktuelle Statistiken zur Entwicklung von Photovoltaik, Windkraft und den übrigen Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr veröffentlicht: Bei der PV-Erzeugung hätten sich neben dem schwachen Zubau auch die Wetterbedingungen negativ ausgewirkt. Die aktuelle Veröffentlichung des Anlagenregisters durch die Bundesnetzagentur belegt, dass der Ausbau der Nutzung von Windenergie und Photovoltaik auch im zweiten Quartal 2016 zwar weiter vorangeschritten ist – die Zahlen bestätigen jedoch den Trend des ersten Quartals, der bereits eine Verlangsamung des Ausbaus bei beiden Technologien gegenüber dem Vorjahr zeigte.


Scharfe Kritik

DUH_SignetDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte die Bundesregierung scharf für ihre im Widerspruch zu den Pariser Klimazielen stehende Klima- und Energiepolitik. Sie forderte erneut den Einstieg in den Kohleausstieg, den Wärme- und Verkehrsbereich CO2-frei zu machen, sowie zusätzliche Anstrengungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Vor der Verbändeanhörung am 27.9.2016 im BMUB prangerte die DUH in einer ausführlichen Stellungnahme (s.u.) an, dass das Papier im Laufe des Abstimmungsprozesses mit dem Wirtschaftsministerium und dem Kanzleramt immer unverbindlicher geworden sei.


Greenpeace-Gutachten kritisiert Entscheidungsprozess zum Klimaschutzplan 2050 – Bürgerbeteiligung als Feigenblatt: Kurzfristiges Lobbydenken macht gute Ansätze zunichte

rucht-beteiligungsprozess-am-klimaschutzplan-2015Das Bundesumweltministerium wollte 2015 gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft den Klimaschutzplan 2050 entwickeln. Doch solche neuen Wege müsse die Bundesregierung „künftig ernster nehmen und nicht als ‚Beruhigungspille‘ mit ‚Ventilfunktion‘ missbrauchen. Sonst drohe der Prozess alle Beteiligten zu entmutigen und das bereits beschädigte Vertrauen in die Politik weiter zu untergraben“, so beschrieb Greenpeace unter dem Titel „Kein Wunschkonzert der Wirtschaftslobby“ in einer Mail-Erklärung das Ergebnis eines Gutachtens von Prof. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), im Auftrag der Umweltorganisation.


29 Patente – bis 2200 Kilometer Reichweite

Nach dem Motto: „Tu Gutes und rede darüber“: iveco-z-truck-konzept-foto-ampnet_ivecoDer italienische Lkw-Bauer Iveco präsentiert bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover als Weltpremiere mit seinem IVECO Z-Truck das „Konzept eines Fernverkehrs-Lkw, das sich von jedem Zwang eines Zero-Impact-Fahrzeugs für ein völlig nachhaltiges Verkehrssystem löst“ (Pressemitteilung von auto-medienportal.net).


Karl Remmers bloggt: Der Photovoltaikmarkt 2016/2017

Karl-Heinz Remmers - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftIm Weltmarkt für neu installierte PV-Systeme sind nach Meinung vieler Marktbeobachter über 100 GWp in 2020 zu erreichen. Die Zahlen variieren, der Markt könnte allerdings nach für 2016 erwarteten 72 GWp 2017 64 GWp fallen, bevor 2018 wieder ein Anziehen erwartet wird. Durch ein (zu erwartendes) schwaches zweites Halbjahr 2016 sind die Preise für Solarmodule auch in den durch Zölle abgeschotteten Märkten der EU und den USA stark gefallen. Remmers blickt in seinem Blog in die Zukunft.

nächste Seite »

SWR-Windräder-Doku in der Kritik


Miserables Handwerk

Ein mieses Agitprop-Stück ist zu beklagen: Am 1. August, um 21.45 Uhr – also zu bester Sendezeit – sendete der SWR (der Schreiber dieses Textes war selbst Chefreporter dieses Senders und hat das ARD-Medienhaus in Deutsch-Südwest in besserer Erinnerung) die „Dokumentation“ „Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche“. Der primitive Angriff auf die Energiewende hatte die scheinbare Objektivität insinuierende Unterzeile „Eine Recherche von ‚Report Mainz'“- scheinbar deshalb, weil das Polit-Magazin eigentlich als seriöse Veranstaltung gilt, besser: galt- denn, so die Selbstdarstellung: „Wir decken Missstände und Fehlentwicklungen auf, zeigen die Wahrheit dahinter und nennen die Verantwortlichen beim Namen. Uns ist wichtig, sorgfältig zu berichten und einen langen Atem zu haben. Wir sind unvoreingenommen, unabhängig….“ Wie? Pustekuchen…!
Denn dem Film ging es ganz offensichtlich nicht um objektive Darstellung der Konflikte um Windräder: Stattdessen schlugen sich die Autoren auf die Seite der Windkraftgegner und übernahmen kritiklos deren „Argumente“ – zwar oft nachweisbar falsche, dafür aber bejubelt von der Bildzeitung. Die Windenergie sei ein korruptes Milliarden-Geschäft ohne Einflussmöglichkeit der Bürger, das am Hungertuch nagende Geringverdiener finanzieren müssten. So die simple Botschaft, mit O-Tönen republik-bekannter Energiewendegegner verziert, wie etwa Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs: „Ich habe es nie bei einer anderen Lobby so erlebt, dass so brutal vorgegangen wurde“.
Immerhin: Nach der Ausstrahlung brach ein Proteststurm los. „Lehrstück perfider Demagogie, das allen Grundsätzen journalistischer Aufrichtigkeit Hohn spricht“, lautete eine Verurteilung, eine andere: „Bei derart einseitigem Journalismus wie in diesem Film kann man schon ins Zweifeln kommen, ob die Autoren wirklich selbst die Unabhängigkeit vorleben, die sie von anderen einfordern.“ Eine dritte („der Bericht strotzt nur so von Mutmaßungen, verfälschten Tatsachen“) diagnostizierte „eine journalistische Fehlleistung erster Güte“. Wieder andere sahen schlimmste „Hetzpropaganda“, „ein Lehrstück perfider Demagogie“ und Journalismus im Bildzeitungs-Stil. Ein anderer Kritiker protokolliert Halb- und Unwahrheiten im Dutzend…

mehr »